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Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" (Dorfwettbewerb)

Kreiswettbewerb

Zeichnungen verschiedener Dorfcharakteren
 

Logo - "Unser Dorf hat Zukunft"
 
Die Siedlungsstrukturen im ländlichen Raum sind in den letzten Jahrzehnten einem bedeutenden Wandel ausgesetzt. Die Dörfer sind nicht mehr überwiegend von landwirtschaftlichen Produktions- und Lebensformen gekennzeichnet. Mit dem Begriff „Verstädterung“ wird auf eine Entwicklung hingewiesen, die sich im Erscheinungsbild und in den Siedlungsstrukturen der Ortschaften problematisch auswirken kann. Der Herausforderung, an der Gestaltung der Siedlung zu arbeiten, haben sich die Dorfgemeinschaften in den vergangenen Wettbewerben mit Kreativität und Engagement gestellt.

Als Vorentscheidung für den im Turnus von 3 Jahren vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschriebenen Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" (www.dorfwettbewerb.de) wird  vom Planungsamt des Rhein-Sieg-Kreises, ein Kreiswettbewerb durchgeführt. 
 
 
Der 20. Kreiswettbewerb, als Vorentscheid für den Landeswettbewerb 2011/2012, wurde 2011 bereits durchgeführt. Das Ergebnis finden Sie auf der rechten Spalte.
Der 21. Kreiswettbewerb wird voraussichtlich 2014 stattfinden.



 

 

Ziele des Wettbewerbs

Ziel des Wettbewerbes ist es die Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum zu verbessern und dort die Lebensqualität zu steigern. Der Wettbewerb will motivieren, Perspektiven für "Dorf" und Region eigenverantwortlich aufzubauen und entsprechend den Anforderungen einer lokalen Agenda umzusetzen.

Im Einzelnen gilt es:
  • das Gemeinschaftsleben in seiner vielfältigen sozialen und kulturellen Ausprägung im Dorf zu stärken, gleichzeitig die Eigenverantwortung für die Gestaltung des Lebensumfeldes vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen im ländlichen Raum sowie des demografischen Wandels zu fördern,
     
  • Perspektiven zur Entwicklung von "Dorf" und Region gemeinschaftlich zu entwickeln und umzusetzen, dabei wirtschaftliche Potentiale zu erfassen und zu nutzen, Versorgungs- und Dienstleistungsangebote und damit auch vorhandene Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen,
     
  • die individuellen dörflichen Strukturen, einschließlich der erhaltenswerten historischen Bausubstanz auf der Grundlage historischer und landschaftlicher Gegebenheiten zu erhalten und weiter zu entwickeln,
     
  • die Belange von Natur und Umwelt bei der Pflege der Kulturlandschaft und der Entwicklung des Dorfes als Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsstandort bewusst zu machen und zu stärken.

Zeichnung der Burgruine Windeck



 

 

Bewertung der Orte

Auf der Grundlage der Bewertungskriterien des Landesministeriums nimmt die Kreisbewertungskommission die Bewertung vor. Dabei werden die Ausgangslage und die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der „Dörfer“ berücksichtigt. Die Aktivitäten und die erbrachten Leistungen der vergangenen Jahre sind von Bedeutung. Bewertet wird auch, welche Ziele sich die Dorfbewohner gesetzt haben und welches bürgerschaftliche Engagement erforderlich war, diese Ziele zu erreichen.

Unabhängig von der Beurteilung der nachfolgenden sechs Bewertungsbereiche wird das Dorf vorrangig einer ganzheitlichen Wertung unterzogen. Für die Gesamtbewertung ist zum Beispiel nicht entscheidend, dass das Dorf mit möglichst vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen ausgestattet ist. Wichtig ist vielmehr, dass das für das jeweilige Dorf erforderliche Maß an kommunaler und sonstiger Grundausstattung gewährleistet ist. Wird dies durch überörtliche und/oder nachbarschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfe erreicht, so ist die bewusste Beschränkung auf wenige Einrichtungen als positiv im Sinne des Wettbewerbes zu bewerten.
 
  • Konzeption und deren Umsetzung
Zielsetzung u.a.: Verbesserung der Lebensqualität und Erhaltung des unverwechselbaren Dorf- und Landschaftscharakters in bürgerschaftlicher Mit- und Eigenverantwortung; Einbindung der dörflichen Planungen in integrierte ländliche Entwicklungskonzepte.

Mögliche Maßnahmen: Entwicklung von Leitbildern und Zielvorstellungen für das Dorf; Planung und Umsetzung von Konzepten für die positive Gestaltung aller Lebensbereiche im Ort unter Berücksichtigung aller Bewertungsbereiche; Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verwaltung und Unternehmen; Kooperation mit umliegenden Orten.

Foto: Informationstafeln der Stadt Blankenberg          
 
  • Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen                                                                
Zielsetzung u.a.: Sicherung vorhandener Arbeitsplätze in Landwirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Dienstleistung und Fremdenverkehr;  weitergehende Nutzung örtlicher Erwerbs- und Versorgungspotenziale: flexible Lösungen für Grundversorgung sowie Mobilität.

Mögliche Maßnahmen:  Erhaltung von Geschäften; Gaststätten und Gemeinschaftseinrichtungen; Förderung landwirtschaftlicher Direktvermarktung; Unterstützung bei Neugründung örtlicher Unternehmen; Erhaltung oder Verbesserung der Telekommunikation, der nachhaltigen Energieversorgung, der Möglichkeiten der Naherholung und des Tourismus.
 
Foto: Dorfladen in Bröleck
Foto: Cafe in Honrath
 
  • Soziales und kulturelles Leben
Zielsetzung u.a.: Aktive Mitwirkung der Bürger/innen bei der Gesamtentwicklung ihres Dorfes; Förderung des Gemeinschaftslebens und Integration von Einzelpersonen oder Gruppen aller Altersstufen und Herkunft in die Dorfgemeinschaft.

Mögliche Maßnahmen: Erhaltung oder Verbesserung von Einrichtungen zum Nutzen aller Dorfbewohner; Gestaltung und Entwicklung des Dorflebens durch Beiträge von Vereinen, Jugendgruppen und Bürgerinitiativen; Dorftraditionen und -geschichte vermitteln, erhalten und fördern.
 
Foto: Töpferhandwerk in AdendorfFoto: Infomationstafel in Mauel
 
 
  •  Baugestaltung und Entwicklung                                                                 
Zielsetzung u.a.: Erhaltung, Pflege und Entwicklung der ortsbildprägenden Bausubstanz; neue Gebäude und Baugebiete dem historischen Orts- und Landschaftscharakter anpassen; Gestaltung der privaten und öffentlichen Frei- und Verkehrsflächen prägen das Bild des Dorfes.

Mögliche Maßnahmen: Erstellen von Ordnungsrahmen wie Gestaltungssatzungen: sachgerechte Sanierung von Baudenkmälern; Sanierung und Renovierung nach neueren energetischen Standards; sinnvolle Umnutzung von z.B. ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäuden; dorfgerechte Gestaltung des Straßenraums.
 
Foto: Dorfhaus in SteinFoto: Fachwerkhaus in Bröleck
                                       
 
  • Grüngestaltung und Entwicklung 
Zielsetzung u.a.: Grüngestaltung hat Einfluss auf eine harmonische Dorfgestaltung und auf die Wohn- und Lebensqualität;  Förderung vielfältiger naturnaher Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt im Dorf; Erhalt und Förderung der regional- und dorftypischen Tier- und Pflanzenwelt.

Mögliche Maßnahmen:  umweltverträgliche Gestaltung und Pflege von Wohn-, Nutz- und Schulgärten;  Begrünung öffentlicher Freiflächen; Verwendung standortgerechter, heimischer Bäume und Sträucher; Sicherung der Kraut- und Strauchflora; Erhaltung seltener Tier- und Pflanzenarten; Durchführung von Flächenentsiegelungen.
 
Foto: Grüngestaltung in Rossel-WilberhofenFoto: Vorgarten in Happerschoß
      
          
  • Dorf und Landschaft                                                                                                            
Zielsetzung u.a.: Gestaltung und Erhaltung einer vielfältigen Kulturlandschaft; Gestaltung des Ortsrandes, Einbindung in die Landschaft; Erhalt,  Pflege und Entwicklung charakteristischer Landschaftsbestandteile; Biotop- und Artenschutz.
 
Mögliche Maßnahmen: Eingrünung von Gebäuden am Ortsrand;  naturnahe Gestaltung und Unterhaltung von Stillgewässern, Bächen und deren Uferbereiche; ordnungsgemäße Landbewirtschaftung; Verwendung standortgerechter, heimischer Gehölze;  Anlage und Pflege von Freizeit- und Erholungsanlagen.
 
Foto: Blick auf GeilhausenFoto: Burganlage in Herrenbröl
                                     
 



 

 

Teilnahme am Wettbewerb


 
Teilnahmeberechtigt sind räumlich geschlossene Ortschaften und Stadt-/Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter bis zu 3.000 Einwohner.


 

Auszeichnungen

 
Der Rhein-Sieg-Kreis stellte für den Kreiswettbewerb 2011 Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.500 € zur Verfügung. Zusätzlich konnten die Kreissparkasse Köln, die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (RSAG), die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG), die Regionalverkehr Köln GmbH und die Deutsche Telekom AG als Sponsoren gewonnen werden.
 
Jeder an dem Wettbewerb teilnehmende Ort erhielt ein Startgeld in Höhe von 100 €.
 
 

 

Anmeldung zum Wettbewerb

 
Die Anmeldung zur Teilnahme am Kreiswettbewerb 2011 ist nicht mehr möglich.
  
 

Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen in der Kreisverwaltung, Abt. 61.2 - Regional-/Bauleitplanung zur Verfügung:

Frau    Beate  Klüser
Tel.: 02241/13-2327 Fax: 13-2430
e-mail: beate.klueser@rhein-sieg-kreis.de
Zimmer: A 12.05

Frau    Marlies  Speck
Tel.: 02241/13-2459 Fax: 13-2430
e-mail: marlies.speck@rhein-sieg-kreis.de
Zimmer: A 12.21