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GLOBAL DENKEN - LOKAL HANDELN: Was tut der Rhein-Sieg-Kreis?
In dem Bewusstsein und in der Verantwortung für die tragende Rolle, die die kommunalen Gebietskörperschaften übernehmen, hat der Kreistag in seiner Sitzung am 19. Juni 2006 seinen politischen Willen und seine Entschlossenheit bekundet, an der Verwirklichung der UN-Millenniumentwicklungsziele (MDG) mitzuwirken.
Die Umsetzung der MDG wird als Teil der kommunalpolitischen Aufgabe begriffen, etwa im Bereich der sozialen Integration, der Gleichstellung oder auch der ökologischen nachhaltigen Entwicklung im Rahmen des Agenda 21-Prozesses.
Zu Ziel 1 und 2: Beseitigung der extremen Armut und des Hungers / Verwirklichung der allgemeinen Primärschulbildung
Rhein-Sieg-Kreis ändert Vergabepraxis
Der Rhein-Sieg-Kreis hat im Bereich des Beschaffungswesens im Januar 2008 Standards eingeführt mit denen er einen Beitrag für global gerechteres Wirtschaften durch Stärkung des regionalen Handels und des fairen Einkaufens von Produkten und gegen ausbeuterische Kinderarbeit leistet.
Sollten Waren, die der Rhein-Sieg-Kreis einkauft, nicht mit anerkannten Siegeln von Importorganisationen des Fairen Handels, also beispielsweise Rugmark, TransFair, FLP, gepa, El Puente und Dritte-Welt-Ravensburg, ausgewiesen sein, wird ab sofort die Erklärung gegen ausbeuterische Kinderarbeit durch die anbietenden Firmen als Vertragsbestandteil in die Auftragsvergabe aufgenommen.
Aus Erfahrungen anderer Kommunen ist bekannt, dass diese Forderung nach einer Selbstverpflichtung von den Firmen begrüßt und unterstützt wird.
Durch diese Maßnahme wird nicht sofort erreicht werden, dass ausschließlich Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit gekauft werden; es handelt sich um einen Prozess, der schnell angestoßen werden muss und Zeit braucht.
Zu Ziel 3: Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen
Landrat Frithjof Kühn unterzeichnete am 23. April 2008 die europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene.
Mit der Charta sind die politischen Gremien im Rhein-Sieg-Kreis und die Kreisverwaltung aufgerufen, konkrete Schritte zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Familie, Beruf und Gesellschaft auf kommunaler Ebene umzusetzen.
Die europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene wurde am 12. Mai 2006 vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) beschlossen. Sie wendet sich an die Lokal- und Regionalregionen Europas und lädt sie ein, die Charta zu unterzeichnen, sich formell und öffentlich zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männer zu bekennen und die in der Charta niedergelegten Verpflichtungen umzusetzen.
Weitere Informationen über die Unterzeichnung und die Charta zum Download finden Sie hier.

Das Foto zeigt v.l.n.r.
- die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte und jetzige Leiterin des Kreisjugendamtes, Ulla Schrödl
- die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Irmgard Schillo
- Landrat Frithjof Kühn
- die ehemalige Kreisdirektorin Monika Lohr
- den Vorsitzenden des Gleichstellungsausschusses, Sebastian Schuster.
Zu Ziel 7: Sicherung der Ökologischen Nachhaltigkeit
Energiesparen – unsere beste Energiequelle
Im Dezember 2007 wurde das „Energiesparportal“ auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises neu installiert.
Über das neue Portal gelangen interessierte Nutzer zum Heizcheck, zum Stromcheck und zur Solarstromseite. Dort können wichtige Informationen zum Energiesparen im Baubereich oder zur energiesparenden Mobilität abgefragt werden. Ein Link zur Energieagentur rundet das Portal ab.
Auf der Heizcheckseite können Verbraucher ihre Heizungswerte mit anderen Heizungen im Rhein-Sieg-Kreis vergleichen und ein kostenloses Gutachten anfordern. Der dort gebotene Online-Service der Co2online GmbH ist schon über 4.000 Mal in Anspruch genommen worden.
Auf der Stromcheck-Seite findet der energiebewusste Nutzer einen Spezialratgeber für Elektrogeräte und einen Tarifrechner für Ökostrom.
Ganz neu ist die Infoseite zum Solarstrom. Der Rhein-Sieg-Kreis hat sich kürzlich der Kampagne „SolarLokal“ angeschlossen. Er möchte dafür werben, vermehrt fossile Energien zu sparen und erneuerbare Energien zu verwenden. Weitere Informationen erhalten Interessierte ebenfalls auf dieser Seite.
Zu der Seite gelangen Sie hier.
Energetisches Gutachten für kreiseigene Liegenschaften
Im Rahmen der allgemeinen Klimaschutz-Diskussion ist es dringend notwendig als Kommune/Landkreis mit gutem Beispiel voran zu gehen und somit eine Vorreiterrolle bei der Reduzierung von CO2-Emissionen zu übernehmen.
Aus Gründen des Klimaschutzes und zum Zwecke von Einsparungen im Kreishaushalt nimmt der Rhein-Sieg-Kreis derzeit erhebliche Energieeinsparmaßnahmen vor.
In enger Abstimmung mit dem Kreistag hat der Rhein-Sieg-Kreis über ein Energiegutachten Einsparpotenziale ermittelt, um den Energieverbrauch der kreiseigenen Gebäude bis 2013 um mindestens 30 Prozent und den CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu senken. Dazu wurde im Rahmen einer Gebäudeanalyse der technische und bauliche Zustand der Gebäude erfasst. Für alle Objekte wurde zusätzlich konzeptionell geprüft, welche erneuerbaren Energien eingesetzt werden können.
Der Rhein-Sieg-Kreis kann sich mit eigener Energie versorgen: Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit für eine zeitgemäße Klimapolitik
Der Rhein-Sieg-Kreis und Bonn verfügen über ein Potenzial an erneuerbaren Energien, das den Strom- und Wärmebedarf dieser Region zu 123% decken könnte. Das ist ein Ergebnis einer wissenschaftlich-systematischen und flächendeckenden Untersuchung, die sich mit der Frage einer möglichen potentiellen energetischen Selbstversorgung des Rhein-Sieg-Kreises mit regionalen Erneuerbaren Energien (EE) befasst hat. Danach könnte der Rhein-Sieg-Kreis bei optimaler Nutzung aller EE energetisch autark sein.
Den Hintergrund und die Zielsetzungen der Studie, Informationen zur Methodik, Ergebnisse und einen Ausblick finden Sie hier.
Rhein-Sieg-Kreis „goes green“: Kooperation mit der Deutschen Post als Beitrag zum Klimaschutz
Als erster Kreis deutschlandweit hat der Rhein-Sieg-Kreis jetzt einen Vertrag mit der Deutschen Post für den CO2-neutralen Versand aller Briefsendungen geschlossen und ist ab sofort offizieller Partner des Umweltprogramms „GOGREEN“, das durch diverse Projekte und Aktionen aktiv zum Klimaschutz beitragen möchte.
Der Rhein-Sieg-Kreis versendet im Rahmen dieser Kooperation ab sofort seine Post „CO2-neutral“, gekennzeichnet durch das „GOGREEN“-Logo. Das bedeutet, dass der Kreis die Deutsche Post mit einem zusätzlichen Betrag von 60 Cent pro 1000 verschickter Briefsendungen und 42 Cent pro 1000 verschickte Infobriefe bei diversen Klima-Projekten unterstützt. Das Geld fließt in voller Höhe beispielsweise in den Bau einer Wasserkraftanlage in Brasilien oder eines Biomassekraftwerkes in Indien oder in die Wiederaufforstung des Regenwaldes in Costa Rica, um ausgestoßenes Kohlendioxid zu binden. Innerhalb Deutschlands gibt es zurzeit noch keine vergleichbaren Projekte.
Klimaschutz im Rhein-Sieg-Kreis konsequent ausbauen
Es ist eine große und umfassende Aufgabe, der sich der Rhein-Sieg-Kreis stellt: Konsequenter Ausbau des Klimaschutzes. Dahinter verbergen sich eine Vielzahl von Aktivitäten und Maßnahmen, die vor kaum einem Bereich der Verwaltung Halt machen. Was in den vergangenen Jahren bereits bei der Sanierung kreiseigener Gebäude berücksichtigt wurde, hat der Kreistag nun für alle Bereiche der Kreisverwaltung verbindlich festgelegt. Mit seinem Beschluss vom 27. Juni 2011 gibt er vor, dass die Fachbereiche der Kreisverwaltung, aber auch kreiseigene Gesellschaften, bei ihrer Arbeit klimaschutzrelevante Aspekte mit einbeziehen sollen. Ziel ist es, einen Beitrag zu leisten, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren, aber auch Maßnahmen zu entwickeln, die die Folgen der schon vorhandenen klimatischen Veränderungen (extreme Niederschläge oder längere Hitzeperioden) berücksichtigen.
Klimaschutz ist für den Rhein-Sieg-Kreis kein Neuland. So wurden die kreiseigenen Gebäude in den vergangenen Jahren schon weitgehend energetisch saniert – das Dach des Siegburger Kreishauses minimiert die Wärmeverluste und ein neues Blockheizkraftwerk wird mit Rapsöl befeuert – und es erfolgten viele Aktivitäten im Bereich der Gewinnung regenerativer Energien bei Privathaushalten und Unternehmen.
Klimaschutz ist für den Rhein-Sieg-Kreis kein Neuland. So wurden die kreiseigenen Gebäude in den vergangenen Jahren schon weitgehend energetisch saniert – das Dach des Siegburger Kreishauses minimiert die Wärmeverluste und ein neues Blockheizkraftwerk wird mit Rapsöl befeuert – und es erfolgten viele Aktivitäten im Bereich der Gewinnung regenerativer Energien bei Privathaushalten und Unternehmen.
Mit seinem Beschluss vom 27. Juni 2011 will der Kreistag jetzt jedoch mehr. Es sollen weitere Fachbereiche der Kreisverwaltung, aber auch kreiseigene Gesellschaften in die Aktivitäten einbezogen werden. Bei Vergabeverfahren und auch im Beschaffungswesen beispielsweise sind ökologische Kriterien von nun an verstärkt zu verankern. In der Verkehrs- oder der Bauleitplanung – Bereiche, die vom Rhein-Sieg-Kreis nur indirekt beeinflusst werden können – sollen dem Kreistag Vorschläge für die Einbeziehung des Klimaschutzes vorgelegt werden. Denkbar sind hier Konzepte zur E-Mobilität und zum stärkeren Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder die Beratung der Kommunen bei der Aufstellung von Bebauungsplänen, die die Nutzung von regenerativen Energiequellen begünstigen.
Darüber hinaus soll ein großes Augenmerk auf die Vernetzung vorhandener Aktivitäten gelegt werden. Hierdurch können die bereits bestehenden, vielfältigen Initiativen gebündelt, Informationen weitergeleitet und Wissen transportiert werden; nicht zuletzt wird die Öffentlichkeit immer wieder für die Belange des Klimaschutzes sensibilisiert. Das bestehende Internet-Portal des Rhein-Sieg-Kreises wird hierfür fortgeführt und erweitert.
Die Vernetzung der Akteure geht schon jetzt über die Kreisgrenzen hinaus. In ihrer gemeinsamen Sitzung am 28. Juni 2011 haben der Rhein-Sieg-Kreis und die Bundesstadt Bonn vereinbart, im Bereich der E-Mobilität und des Klimaschutzes zu kooperieren.
Darüber hinaus soll ein großes Augenmerk auf die Vernetzung vorhandener Aktivitäten gelegt werden. Hierdurch können die bereits bestehenden, vielfältigen Initiativen gebündelt, Informationen weitergeleitet und Wissen transportiert werden; nicht zuletzt wird die Öffentlichkeit immer wieder für die Belange des Klimaschutzes sensibilisiert. Das bestehende Internet-Portal des Rhein-Sieg-Kreises wird hierfür fortgeführt und erweitert.
Die Vernetzung der Akteure geht schon jetzt über die Kreisgrenzen hinaus. In ihrer gemeinsamen Sitzung am 28. Juni 2011 haben der Rhein-Sieg-Kreis und die Bundesstadt Bonn vereinbart, im Bereich der E-Mobilität und des Klimaschutzes zu kooperieren.
Zu Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft
EU-Projekt unter Beteiligung des Rhein-Sieg-Kreises zur Unterstützung des Aufbaus der Verwaltung in Kambodscha
Seit Anfang des Jahres 2002 engagiert sich der Rhein-Sieg-Kreis als Projektpartner im Rahmen des EU-Programms "ASIA URBS" beim Aufbau der Verwaltung in Kambodscha.
Mehr zu diesen Projekten, die der Kreis in den kambodschanischen Provinzhauptstädten Battambang und Siem Reap durchführt, finden Sie hier.
Foto-Impressionen:




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