Hier haben wir für Sie interessante Nachrichten zum Thema Europa zusammengestellt.

2010 - Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Startschuss für das Europäische Jahr 2010 - Gegen Armut handeln
Armut in ihrem Land sehen 73 Prozent der Europäer als ein Problem an. 89 Prozent wollen, dass die Politik rasch etwas tut. Eine Eurobarometer-Erhebung zeigt, wie wichtig das Europäische Jahr 2010 gegen die Armut ist.
Arm oder nicht – manchmal ist das eine Frage von wenigen hundert Metern. Ein Bürger des Weinortes Nittel am rechten Moselufer ist mit 9.570 Euro Jahreseinkommen noch kein Sozialfall. Direkt gegenüber am luxemburgischen Moselufer lebte er mit dem gleichen Geld in Armut. Im Großherzogtum ist die Armutsgrenze mit 17.808 Euro fast doppelt so hoch wie in Deutschland und mehr als zehn mal so hoch wie Litauen, wo die Not erst unterhalb von 1.519 Euro im Jahr beginnt. Alles ist relativ, auch die Armut: Fast 80 Millionen EU-Bürger, etwa 16 Prozent, leben unter der Armutsgrenze und sind damit auf vielen Gebieten benachteiligt. Nach amtlicher Definition ist das jeder, der über weniger als 60 Prozent des landesüblichen Durchschnittseinkommens verfügt. In Deutschland gelten laut Armutsbericht 2008 rund 13 Prozent der Bevölkerung als arm. Das heißt, sie müssen als Alleinlebende mit einem Jahreseinkommen unter 9.372 Euro auskommen. Eine ganz andere Frage ist es, wie die Menschen Armut wahrnehmen.
Laut Statistik zählen in Ungarn ähnlich viele Bürger zu den Armen wie in Dänemark – rund zwölf Prozent, also weniger als der EU-Durchschnitt. Trotzdem sehen 96 Prozent der Ungarn die Armut als ein wachsendes Problem an, aber nur 31 Prozent der Dänen. Genau das wollte die Kommission wissen, als sie im Vorfeld des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ knapp 27.000 Bürgerinnen und Bürger in allen Mitgliedstaaten befragen ließ: Wie sehen die Menschen die Problematik? „Die Europäer nehmen Armut und soziale Ausgrenzung in unserer heutigen Gesellschaft wahr und sie wollen, dass mehr dagegen geschieht“, sagte der für soziale Angelegenheiten zuständige Kommissar Vladimír Špidla.
Wer arm ist, wird ausgegrenzt
Armut führt zu Ausgrenzung: Wer arm ist, findet schwer eine Wohnung, hat weniger Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und schlechte Karten bei der Arbeitssuche, sagen zwischen 74 und 87 Prozent der Befragten. Arme Kinder haben es schwerer in der Schule, glauben 60 Prozent, und 54 Prozent sehen, dass Armut soziale Netze gefährdet. Als gesellschaftliche Ursachen für Armut gelten Arbeitslosigkeit (52
Prozent), zu niedrige Löhne (49 Prozent), unzureichende Sozialleistungen und Renten (29 Prozent) sowie teurer Wohnraum (26 Prozent). Auch individuelle Probleme wie mangelnde Ausbildung (37 Prozent) oder Alkohol- und Drogenabhängigkeit (23 Prozent) erklären, warum jemand arm ist. Dass manche einfach „über ihre Verhältnisse“ gelebt haben, glaubt ein Fünftel der Befragten. Beim Kampf gegen Armut sehen die Bürger erst einmal die eigene Regierung in der Pflicht. Immerhin 28 Prozent halten den Beitrag der EU für „sehr wichtig“, 46 Prozent für „wichtig“. Vor zehn Jahren gelobten die Staats- und Regierungschefs der EU, die Beseitigung der Armut bis 2010 entscheidend voranzubringen. Das bevorstehende Europäische Jahr soll einen neuen Anlauf bringen – als eine ideale Gelegenheit, so Vladimír Špidla, „die Bekämpfung der Armut in der gesamten EU in den Mittelpunkt zu rücken.“ Die entscheidenden Aktivitäten müssen in den Ländern und Regionen stattfinden. Jedes einzelne Mitgliedsland hat ein Programm zur Armutsbekämpfung aufgestellt. Die gesellschaftlichen Kräfte sollen mobilisiert werden, denn der Staat allein kann es nicht richten. Es gibt eine kollektive Verantwortung bei der Armutsbekämpfung, daran erinnert die Kommission; auch die Entscheidungsträger, die Medien und gesellschaftlichen Akteure sind gefragt.
Eurobarometer: http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm
Europäisches Jahr gegen Armut: www.2010againstpoverty.eu
Quelle: EU-Nachrichten der Europäischen Kommission - Vertretung in Deutschland, Nr. 36 vom 29.10.2009
Weitere Links:
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=637&langId=de
http://www.bmas.de/portal/33448/
Europawahl 2009
Hier finden Sie die aktuellen Ergebnisse zur Europawahl 2009
1. für den Rhein Sieg Kreis und die 19 Städte und Gemeinden:
http://www2.wahl.civitec.de/rsk/frameset.php5?file=gebiete&wahl=32&frame=true
2. für Deutschland:
http://www.bundeswahlleiter.de/de/europawahlen/EU_BUND_09/ergebnisse/
3. Länderberichte zu Europawahl 2009:
Analysen der europäischen Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung finden Sie hier.
4. Weitere Informationen:
(Quelle: EU-Nachrichten der Europäischen Kommission - Vertretung in Deutschland, Nr. 20 vom 11.06.2009)
Auf der Webseite www.elections2009-results.eu stehen die Ergebnisse der Europawahl 2009 für alle 27 Mitgliedstaaten aufgeschlüsselt, sowie eine Gesamtübersicht der neuen Zusammensetzung des Europäischen Parlaments. Zudem bietet die Seite Hintergrundinformationen zu Themen wie Wahlbeteiligung,
Verteilung der Abgeordneten nach Geschlechtern oder Beiträge wie „Mitte-rechts geht gestärkt aus der Europawahl hervor“.
Siehe auch: www.wahlen2009-ergebnisse.eu/de/index_de.html
Der Vertrag von Lissabon - Europa auf dem Weg ins 21. Jahrhundert
Mit dem von den Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten am 13. Dezember 2007 in Lissabon unterzeichneten Vertrag werden die Institutionen der EU modernisiert und ihre Arbeitsmethoden optimiert. Nur so kann die EU effizient und wirkungsvoll die Herausforderungen von heute angehen. In einer Welt im rasanten Wandel wenden sich die Europäer mit Themen wie Globalisierung, Klimawandel, demografisches Ungleichgewicht, Sicherheit und Energieversorgung an die EU. Mit dem Vertrag von Lissabon wird die Demokratie in der EU und ihre Fähigkeit gestärkt, sich Tag für Tag für ihre Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.Alles Wissenswerte über den Vertrag von Lissabon (Der Vertrag auf einen Blick/Fragen und Antworten/Stand der Dinge in den EU-Mitgliedsstaaten/Vollständiger Wortlaut des Vertrags etc.) finden Sie auf: http://europa.eu/lisbon_treaty/index_de.htm
Dialog und Informationskampagne des Auswärtigen Amtes - „aktion-europa.de“ - Das Portal für europapolitische Kommunikation in Deutschland
Die Bundesregierung hat die Initiative „aktion europa“ in Zusammenarbeit mit der „Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland“ und dem „Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Deutschland“ ins Leben gerufen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Parteien und
Multiplikatoren einen intensiven Dialog über europapolitische Themen zu führen.Die "aktion europa" hat inbesondere zum Ziel, die Kenntnisse über die Aufgaben, Struktur und Leistungen der Europäische Union zu vertiefen und die Erfahrungen, Vorstellungen und Erwartungen der Menschen für die Zukunft der Europäischen Union und der weiteren Zusammenarbeit in Europa nutzbar zu machen.
Zur Homepage geht es hier: www.aktion-europa.de
„Aktion Europa“ will die Bürgerinnen und Bürger an die Wahlurnen bringen...
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